Aufgrund von aktuellen Medienberichten des öffentlichen Rundfunks nachstehend Informationen zu unserem Trinkwasser:
Im Zuge eines Untersuchungsprojektes der Ministerien für Gesundheit und Klimaschutz wurde im Frühjahr 2021 festgestellt, dass im nördlichen Leibnitzerfeld Verunreinigungen des Grundwassers mit sogenannten „perfluorierten Alkylsäuren“ (PFAS) vorliegen. Zwei Brunnen der öffentlichen Wasserversorgung in der Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen wurden daraufhin umgehend vom Netz genommen.
Bei PFAS handelt es sich um in der Natur schwer bzw. gar nicht abbaubare chemische Substanzen, die in der Metallverarbeitung und Oberflächen-beschichtung (schmutz- und fettabweisende Beschichtungen von Papier, Textilien und ähnlichem) sowie in Löschschäumen verwendet wurden bzw. teilweise noch werden. Sie können über die Abluft, das Abwasser, bei Störfällen sowie bei Bränden von Flüssigkeiten wie zum Beispiel Benzin über Löschschäume in die Umwelt gelangen.
Die Verwendung der PFAS erfolgte in der Vergangenheit bzw. erfolgt auch jetzt im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Allerdings wurden aufgrund von neuen Erkenntnissen über die nicht vorhandene Abbaubarkeit in der Natur und der zum Teil negativen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt einige Substanzen aus der Vielzahl an vorhandenen PFAS in den vergangenen Jahren bereits gesetzlich verboten. Auf Grund der Verwendung in der Vergangenheit werden derartige Verbindungen in der Umwelt, speziell im Boden und Grundwasser, allerdings immer wieder vorgefunden. Seitens der Gesetzgeber (EU, Bund) und seitens des Landes Steiermark ist man einerseits bemüht, den Umgang mit PFAS weiter einzuschränken bzw. zu verbieten und zum anderen Schadensherde zu lokalisieren und diese in der Folge zu sanieren.
Seit Sommer 2021 werden durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und das Land Steiermark aufgrund der Verunreinigungen des Grundwassers im nördlichen Leibnitzerfeld Untersuchungen, finanziert aus dem Altlastensanierungsfonds, durchgeführt. Die Untersuchungen hatten zum Ziel, sowohl die Ausbreitung der Schadstofffahne abzugrenzen und somit von der Verunreinigung betroffene Brunnen zu lokalisieren, als auch die Ursache der Verunreinigung herauszufinden.
Als Quelle für die Verunreinigung des Grundwassers wurde die Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark lokalisiert. Der Einsatz der Löschschäume für Übungszwecke am Areal der Feuerwehrschule findet heute allerdings ausschließlich entsprechend adaptierter sicherheitstechnischer Vorgaben statt, wodurch in der Gegenwart ein Eintrag von Schadstoffen am Schulgelände ausgeschlossen ist.
Eine Vielzahl an Brunnen im südlichen Bereich der Feuerwehrschule werden zu Brauchwasserzwecken verwendet. Dies schließt neben dem Befüllen von Schwimmbädern auch die Bewässerung von Gärten mit ein. Inwiefern die Schadstoffe von Pflanzen aufgenommen werden, kann erst nach Untersuchungen von Gemüse, Obst und Kräutern festgestellt werden, diese Untersuchungen finden laufend im betroffenen Gebiet statt.
Entgegen den getätigten Aussagen in den Medien wurden IMMER nachweislich und sofort ALLE uns vorliegenden diesbezüglichen Informationen veröffentlicht.
Für Fragen stehen zur Verfügung:
Dr. Elisabeth Winkler (Abteilung 15), Tel. +43 676 86664914
Dr. Günter Siwetz (Abteilung 8), Tel. +43 676 86664341
Mag. Elisabeth Kladiva (Abteilung 13), Tel. +43 676 86663075
Peter Riedl (Marktgemeinde Lebring-St. Margarethen), Tel. +43664 8570261
Für die Marktgemeinde der Bürgermeister:
Franz Labugger
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Marktgemeinde
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